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Die Zukunft der Sensorik formen, gemeinsam

Das Christian-Doppler-Labor für Sensorik basierend auf strukturierter Materie (CDL-SMBS) tritt nach seiner erfolgreichen ersten Evaluierung Ende 2024 sowie zwei Erweiterungen in den Jahren 2024 und zuletzt 2026 in eine neue Phase ein.

Künstlerische Darstellung strukturierter Materie. - Bild: Uni Graz / Banzer

Künstlerische Darstellung strukturierter Materie. - Bild: Uni Graz / Banzer

Das groß angelegte Forschungsprojekt verfolgt einen einzigartigen Ansatz: Strukturierte Materie und gezielt maßgeschneiderte Wellenfelder – elektromagnetisch und akustisch – werden genutzt, um Sensoren und ihre Wechselwirkung mit der Umgebung neu zu erdenken. Diese Verbindung aus grundlegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen und industrieller Anwendbarkeit ist zum Markenzeichen des Labors geworden. Geleitet wird das Labor gemeinsam von Prof. Peter Banzer (Universität Graz) und Prof. Alexander Bergmann (Technische Universität Graz).

Im Jahr 2024 erweiterte das Labor seine industrielle Basis mit der voestalpine Stahl Donawitz GmbH und setzte damit einen strategischen Schritt hin zu strukturierten licht-, schall- und materiebasierten Sensorlösungen, die auf die Schwerindustrie und anspruchsvolle Einsatzbedingungen zugeschnitten sind. Die Zusammenarbeit konzentriert sich darauf, fortschrittliche wellenbasierte Sensorik in Produktionsumgebungen zu integrieren, in denen konventionelle Technologien an ihre Grenzen stoßen. Durch die Verbindung von Konzepten strukturierter Materie mit anspruchsvollen industriellen Prozessen eröffnet die Partnerschaft neue Wege für robuste, hochpräzise Überwachungslösungen.

Diese Dynamik setzt sich 2026 mit dem Beitritt von TDK Electronics als neuem Partner fort. TDK bringt umfassende Expertise in der Ultraschallsensortechnologie und weiteren Sensorplattformen ein. Auch dieser Schritt stärkt die Position des Labors an der Schnittstelle von Photonik, Akustik und moderner Materialtechnik mit einem Schwerpunkt auf anwendungsorientierter Grundlagenforschung. Zu den bearbeiteten Forschungsfeldern zählen unter anderem integrierte Photonik, Metamaterialien, strukturierte Wellen, Laser-Ultraschall sowie Licht-Schall-Materie-Wechselwirkungen.

Mit diesen neuen und den bestehenden Partnerschaften unter der Leitung von Bergmann und Banzer agiert das CDL-SMBS heute an der Schnittstelle von Materialwissenschaft, elektromagnetischer und akustischer Wellenkontrolle sowie industrieller Innovation. Sein erweitertes Industriekonsortium (ams-OSRAM, Infineon Technologies, voestalpine Stahl Donawitz GmbH und TDK Electronics) steht für ein gemeinsames Bekenntnis zur Gestaltung der nächsten Generation von Sensortechnologien.

Kontakt:
Peter Banzer, peter.banzer(at)uni-graz.at

Links: 
https://structured-matter.com/
https://www.cdg.ac.at/en/research-units/labor/structured-matter-based-sensing
https://opnaq.uni-graz.at/en/research/